Dellbrügge & de Moll

KW-Berlin '93

1993 bezogen Dellbrügge & de Moll für ein Jahr ein Dachgeschossatelier in Kunst-Werke Berlin. In diesen Zeitraum fällt der "institutional turn", der den Wandel vom selbstorganisierten Ort mit rhizomatischen Aktivitäten zur etablierten, staatlich subventionierten Institution markiert. 36 Schnappschüsse dokumentieren den ästhetischen Zustand vor dem Umbau. Die Fotos erinnern an Aufnahmen eines Tatorts. Das Ambiente wirkt menschenleer und verwahrlost. Jedes Objekt könnte sich als Indiz entpuppen: die Aktentasche auf dem Teppich, die leeren Haken am Schlüsselbrett, die Sektflasche neben der Handkasse.

In 1993 Dellbrügge & de Moll moved into a studio in the attic of Kunst-Werke Berlin. It was the time of its "institutional turn", marking the change from a selforganized space with rhizomatic activities to an established government-funded institution. 36 snapshots document the aestetical state before the renovation and reorganization. The ambience seems devastated and abandoned. Each object could turn out as a piece of circumstantial evidence: the briefcase on the carpet, the empty hook on the keyboard, the champagne bottle beside the cashbox.